Implanter-Stift
Das stiftförmige DHI-Instrument, das ein Graft in einer Hohlnadel aufnimmt und in einer einzigen Bewegung in die Kopfhaut einsetzt.

- 1Nadelspitze — der einzige Teil, der ins Gewebe eintritt
- 2Konische Spitze gibt Sicht auf die Eintrittsstelle
- 3Korpus und Griff; über eine lange Sitzung zählt Balance mehr als Gewicht
- 4Druckkappe, farbcodiert nach Nadelstärke
Ein Implanter-Stift ist das stiftförmige Instrument, mit dem bei der Direct Hair Implantation (DHI) ein Haargraft in einer einzigen Bewegung in die Kopfhaut gesetzt wird. Das Graft wird in eine hohle, scharf angeschliffene Nadel an der Spitze geladen; der Operateur sticht im gewählten Winkel und in der gewählten Tiefe ein, und der Kolben schiebt das Graft heraus, während die Nadel zurückgleitet — Inzision und Platzierung entstehen in einem Schritt, ohne separat vorbereiteten Empfängerkanal. Generisch ist das Instrument als Choi-Implanter bekannt; es ist das definierende Werkzeug der DHI-Technik.
In der Praxis
Die Nadel entscheidet über die Passung. Ihre Stärke muss zum Kaliber und zur Haarzahl der zu setzenden follikulären Einheiten passen: zu eng, und das Graft wird beim Laden gequetscht oder lässt sich kaum einführen; zu weit, und es sitzt lose, während die Inzision größer ausfällt als nötig. Kliniken halten deshalb ein Stärkenspektrum vor und wechseln nach Grafttyp — genauso, wie auf der Entnahmeseite der Stanzendurchmesser dem Graft zugeordnet wird. Angeboten werden wiederverwendbare Stifte mit auswechselbaren Nadeln und vollständige Einweg-Einheiten. Kolben und Feder müssen gleichmäßig laufen, denn ein hakender oder inkonsistenter Mechanismus quetscht Grafts und bremst ein Team, das an einem Tag Tausende platziert; geladen wird meist durch Assistenzkräfte parallel zum Setzen, sodass der Durchsatz am Zusammenspiel des ganzen Satzes hängt.
Was Einkäufer und Anwender wissen sollten
Ein Implanter-Stift wird als System bewertet, nicht als Einzelteil. Die tragenden Fragen: Schärfe und Konstanz der Nadeln über Chargen hinweg, das verfügbare Stärkenspektrum, die Laufruhe des Kolbens und die Zuverlässigkeit des Mechanismus im Dauereinsatz — ein klemmender Stift ist die Störung, die eine DHI-Liste am stärksten aus dem Takt bringt. Sterile Verpackung und saubere chargenweise Kennzeichnung wiegen hier so schwer wie bei jedem Instrument mit Gewebekontakt. Bei wiederverwendbaren Stiften verlagern sich Kosten in Aufbereitung und Pflege, und eine verschlissene oder verbogene Nadel gehört ausgemustert, nicht nachgebogen. Vor der Sortimentsentscheidung lohnt der Praxistest mehrerer Stärken am eigenen Ablauf — dafür lassen sich Muster anfordern. Die Marktübersicht bündelt der Themenbereich DHI-Implanter.