Hair RestorationSupply

DHI (Direct Hair Implantation)

Direct Hair Implantation: eine FUE-Technik, bei der Grafts mit einem Implanter-Stift in einer einzigen Einstich-und-Setz-Bewegung platziert werden.

DHI, kurz für Direct Hair Implantation, ist eine Technik der Haarrestauration, bei der entnommene Grafts mit einem Implanter-Stift platziert werden — einem Hohlnadel-Instrument, das die Empfängerinzision anlegt und die follikuläre Einheit in einer einzigen Bewegung einsetzt. Am besten versteht man DHI als Variante der FUE, die sich über die Platzierungsmethode definiert, nicht als eigenständiges Verfahren: Die Grafts werden weiterhin einzeln entnommen, aber direkt implantiert statt in vorbereitete Kanäle.

In der Praxis

Das prägende Instrument ist der Implanter-Stift. Das Graft wird in die Nadel geladen, der Operateur setzt Winkel und Tiefe an der Kopfhaut, und der Druck auf den Kolben treibt Inzision und Platzierung in einem Zug. Diese Kopplung von Kanalbildung und Einsetzen verändert den Teamablauf spürbar: Das Laden der Grafts in die Stifte wird zur eigenen Aufgabe, meist durch Assistenzkräfte, während der Operateur implantiert — der Durchsatz hängt also am eingespielten Wechsel zwischen Laden und Setzen und an der Zahl der parallel umlaufenden Stifte. Die Nadelstärke muss zum Kaliber und zur Haarzahl der zu setzenden Einheiten passen: zu fein, und das Graft wird beim Laden gequetscht; zu weit, und die Inzision ist größer als nötig.

Was Einkäufer und Anwender wissen sollten

Für die Beschaffung bedeutet DHI ein eigenes Verbrauchsprofil: Statt Klingen für die Empfängerseite werden Implanter-Stifte oder Wechselnadeln in mehreren Stärken bevorratet, und die Nadelstärkenverteilung muss die Graftmischung der Klinik abbilden — Einhaar-Einheiten für die Haarlinie verlangen andere Stärken als kräftige Mehrhaar-Einheiten. Bewertet wird ein Implanter-System an Nadelschärfe und -konstanz, verfügbarem Stärkenspektrum, Gleichmäßigkeit des Kolbenlaufs und der Frage, ob der Mechanismus im Dauereinsatz zuverlässig bleibt.

Vorsicht gilt bei Etiketten: DHI wird im Patientenmarketing häufig als überlegene Alternative zu FUE positioniert; sachlich ist es eine Platzierungsentscheidung mit eigenen Stärken (Kontrolle über Winkel, Tiefe und Setzdichte in einer Bewegung) und eigenen Kosten (Ladeaufwand, Stiftverbrauch, Teamschulung). Vergleichende Überlegenheitsaussagen ohne Kontext sind Werbesprache. Die Geräte- und Spezifikationsdetails sammelt der Themenbereich DHI-Implanter.